niconey tibetan

Upcycling-Manifest

  1. Sorge tragen – Sorgfalt bei Wahl der Ausgangsmaterialien + die Möglichkeit Textilien ein zweites Leben zu schenken
  2. Verantwortung tragen – ausschließlich lokale Produktion + Vermeidung der Nutzung neuer Materialien generell
  3. Zusammen tragen – wir die Verantwortung für dieses unser Paradies + wir tragen Vorhandenes neu zusammen
  4. Abtragen – den Kleiderbergen nichts mehr hinzufügen + die Kleider die wir tragen = abtragen
  5. Reparaturen ertragen – reparierte Kleider haben einen ganz eigenen Charme + werden zu Originalen und Immerkleidern
  6. Das Kleid in sich tragen – als Ausdruck seiner selbst + in den Augen der anderen einmalig sein können
  7. Rechnung tragen – das Ausbeuten dieses unseren Planeten stoppen helfen und sich gern einsschränken wollen
  8. Auf Händen tragen – die Arbeit an dem Kleid schätzen und das Kleid pflegen und die Materialien des Kleides achten
  9. Die Kosten tragen – am Ende immer WIR ALLE
  10. Kleider tragen – Kleider am Leib tragen, die das ganze Selbst, eigene Selbst tragen
Hemdkleid von Niconey Tibetan

Niconey Tibetan

Ich habe Connyie und Bettina in Hamburg bei einem “Strich & Faden” Modestammtisch kennengelernt. Mit ihrer offenen, herzlichen Art haben mich beide gleich in ihren Strudel aus Upcycling- Projekten, Schnitthilfe, PRIVATSACHEN, Modestammtisch und ökologischer Bekleidung gezogen.

Die beiden Frauen ziehen seit einiger Zeit, mit ihrem neuen Upcycling- Projekt „Niconey Tibetan“ einiges an Aufmerksamkeit auf sich. Nicht das sie das nötig hätten. Bettina ist mit ihrer “Schnittstelle Hamburg” seit über 7 Jahren in Hamburg eine feste Anlaufstelle für Designer, wenn es um die Erstellung, das Plotten und um Hilfe mit Schnitten geht. Connyie entwirft seit 28 Jahren für ihre Firma cocon-commerz PRIVATSACHEN Bekleidung aus Naturmaterialien. Das bei dieser Symbiose etwas Besonderes auskommen muss, ist klar!

Niconey Tibetan“ ist andersartig-einzigartig-wunderbar. Grundlage sind abgelegte Hemden. Großzügig drapieren sich ehemalige Ärmel um den Körper, bilden Manschetten Säume. Man könnte sich verlieren in der Freiheit, die die interessanten Schnitte bieten. Trag es doch wie du willst! Sei kreativ! Sei anders! Denk nach und denk Upcycling! Auf den ersten Blick sind die Blusen, Kleider und Jacken super cool und super neu, auf den zweiten Blick auch noch super nachhaltig.

Connyie sagt, sie ist in den 70ern das erste mal mit Nachhaltigkeit in Berührung gekommen. Seit dem kauft sie ihre privaten Kleider nur noch Second Hand. Für ihre ersten Kollektionen hat sie schon damals gebrauchte Bekleidung verwendet. Aus finanzieller Hinsicht und aus Überzeugung. Denn für sie ist es, in Zeiten der großen Textilmassen durch Überproduktion und ungehemmten Konsumwahn, der nachhaltigste Weg. Und eine Möglichkeit wirklich „Cradle to cradle“ zu arbeiten.

Wir warten gespannt auf weitere Upcycling-Projekte, auf neue Upcycling-Materialien, auf tolle Upcycling-Mode.

Niconey Tibetan